In Benin, Westafrika, sind nur 2% der Landesfläche mit Regenwäldern bedeckt, welche nach den Eiszeiten vom Kongo und von ‘Upper Guinea’, (Côte d’Ivoire etc.) her entstanden sind. Vor 30 Jahren kaufte ich 14 ha landwirtschaftliches oder bachliegendes Land, sowie zwei heilige Wälder. Mit Wissenschaftlern des IITA und der lokalen Universität bereicherte ich die entstehenden Wälder mit Pflanzen aus Benin und siedelte auch wieder die seltenen Rotbauch-Affen an.
Heute ist dieser Wald zu einem Vorzeigewald geworden, ein Beispiel zur Renaturierung von Wäldern im UNESCO Welterbe ‘Ouémé Foodplain’. Er beherbergt 590 Pflanzenarten, davon über 250 eingeführte; 59 sind auf der Roten Liste, 12 davon kritisch bedroht (nach IUCN Kriterien), wie auch die zwei Gruppen von wilden Rotbauchaffen.
Die verschiedenen Wälder dieses «Sanctuaire des Singes» schützen auch andere Affenarten, Antilopen, Schleichkatzen, grosse Nager, und viele Vögel, Reptilien, und Insekten und ziehen wöchentlich Besucher aus aller Welt an. Der Umgang mit der lokalen Bevölkerung wird erleichtert durch meine Aufnahme in verschiedene Vodun-Kulte, bleibt aber herausfordernd.